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Kategorie Allgemein – Lesedauer 7 Min – Letzte Änderung am 08.06.26

Was kostet ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung? Preise, Folgekosten und Renditen 2026

Ein Tiny House von NAWALO mit einer gepflasterten Terasse.

Ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung kostet bei NAWALO zwischen 10.000 und 95.000 Euro netto. Die Preisspanne hängt von Größe, Ausstattung und Sonderwünschen ab. Hinzu kommen Lieferung, Erschließung und bauseitige Vorbereitung von 8.000 bis 25.000 Euro. Bei gewerblicher Vermietung sind Tiny Houses über den Investitionsabzugsbetrag (IAB) und die Sonder-AfA steuerlich attraktiv. Realistische Amortisationszeiten liegen je nach Standort und Belegung bei 2 bis 6 Jahren. Jährliche Bruttoeinnahmen pro Tiny House: 15.000 bis 35.000 Euro. 

Übersicht

Wer kauft Tiny Houses zur gewerblichen Vermietung?

Tiny Houses zur gewerblichen Vermietung werden in fünf typischen Zielgruppen-Konstellationen gekauft. 

Der gewerbliche Tiny-House-Markt hat sich seit 2020 stark differenziert. Heute investieren ganz unterschiedliche Akteure in Tiny Houses als Renditeobjekt: 

Zielgruppe 

Typische Nutzung 

Hauptmotiv 

Privatpersonen als Vermieter 

Ferienvermietung (Airbnb, Hipcamp, Booking) 

Cashflow-Investment, Altersvorsorge 

Campingplatzbetreiber 

Glamping-Erweiterung auf bestehendem Platz 

Zielgruppen-Erweiterung, höhere Auslastung 

Hoteliers 

Premium-Erweiterung des Hotel-Portfolios 

Differenzierung, Premium-Pricing 

Unternehmen 

Werkswohnungen für Fachkräfte 

Mitarbeiterbindung, Recruiting-Vorteil 

Bauernhöfe & Weingüter 

Urlaub auf dem Bauernhof, Hofcafé-Erweiterung 

Diversifikation, Direktvermarktung 

 

Allen Käufergruppen gemeinsam ist eine ähnliche Investitionslogik: Die Anschaffung muss sich in 2 bis 6 Jahren amortisieren, im laufenden Betrieb wird ein positiver Cashflow erwartet. Tiny Houses überzeugen hier durch geringere Investitionskosten als klassische Bauten und durch hohe Belegungspotenziale bei der Ferienvermietung.

Zwei Personen sitzen an einem Gartentisch vor einem Unicube von NAWALO.

Wie hoch ist der Anschaffungspreis 2026?

Ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung kostet bei NAWALO zwischen 10.000 und 95.000 Euro netto. 

Die Spanne ergibt sich aus drei Variablen: Größe (6 bis 30 Quadratmeter Wohnfläche), Ausstattungsniveau (Standard bis Premium) und Sonderwünschen wie Designanpassungen oder besondere Materialien. Im Folgenden eine Übersicht der typischen Preiskategorien für gewerblich genutzte Tiny Houses: 

Modell-Kategorie 

Größe & Ausstattung 

Preis netto 

Einstieg 

6-12 m², Grundausstattung, Standard-Design 

ab 10.000 EUR 

Mittelklasse 

12-18 m², Küche, Dusche & WC, Premium-Design 

17.000 – 30.000 EUR 

Premium (uniCube®) 

17-25 m², Designanspruch, Sonderausstattung 

53.000 – 95.000 EUR 

 

Diese Preise gelten für die schlüsselfertige Lieferung mit allen notwendigen Anschlüssen für Strom, Wasser und Abwasser. Sie enthalten keine Mehrwertsteuer und keine Aufstellung am Zielort. NAWALOs Plug-and-Live-Konzept bedeutet, dass das Tiny House nach der Lieferung über die bauseitigen Anschlüsse innerhalb weniger Stunden bezugsfertig ist. 

Welche Folgekosten kommen dazu?

Zum Anschaffungspreis kommen einmalig 8.000 bis 15.000 Euro für Inbetriebnahme und bauseitige Vorbereitung. 

Diese Posten werden oft unterschätzt und sollten von Anfang an in das Investitions-Budget eingerechnet werden: 

Kostenposten 

Höhe 

Hinweis 

Lieferung und Aufstellung 

1.500 – 4.500 EUR 

Je nach Standort 

Bauseitige Vorbereitung Aufstellplatz 

500 – 5.000 EUR 

Gehwegplatten, Fundament, Punktfundamente oder Schraubfundamente 

Strom-, Wasser-, Abwasseranschluss 

1.000 – 8.000 EUR 

Abhängig von Entfernung zu vorhandenen Leitungen 

Bauantrag oder Sondernutzung 

800 – 3.000 EUR 

Je nach Bundesland und Genehmigungsverfahren 

Versicherungen erstes Jahr 

600 – 1.500 EUR 

Gebäude-, Haftpflicht- und Inhaltsversicherung 

Möblierung und Erstausstattung 

500 – 1.000 EUR 

Sofern nicht im Lieferumfang enthalten 

Marketing und Buchungsplattformen 

500 – 2.000 EUR 

Profil-Erstellung, Fotos, erste Werbung 

Wie viel Umsatz lässt sich realistisch erzielen?

Pro Tiny House sind jährliche Bruttoeinnahmen von 15.000 bis 35.000 Euro realistisch, abhängig von Standort, Belegungsrate und Vermietungsmodell. 

Die wichtigsten Umsatz-Faktoren: 

Faktor 

Auswirkung auf Umsatz 

Realistische Bandbreite 

Standort 

Stadt-/Strandnähe steigert Pricing erheblich 

80-180 EUR/Nacht 

Belegungsrate 

Hängt von Saisonalität und Marketing ab 

60-90 % pro Saison 

Vermietungsmodell 

Ferienvermietung höher als Dauervermietung 

15.000-35.000 EUR brutto/Jahr 

Premium-Ausstattung 

Rechtfertigt höhere Übernachtungspreise 

+30 bis +50 % zum Standard 

Zusatzleistungen 

Frühstück, Sauna, Outdoor-Whirlpool 

+ 20-40 EUR pro Übernachtung 

Amortisation und ROI: Drei Beispielrechnungen

Realistische Amortisationszeiten für ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung liegen je nach Standort bei 2 bis 6 Jahren. 

Beispielrechnung 1: Ferienvermietung an der Ostsee

  • Anschaffung Tiny House: 60.000 EUR netto 
  • Folgekosten Aufstellung: 12.000 EUR 
  • Gesamtinvestition: 72.000 EUR 
  • Jährlicher Bruttoumsatz: 22.000 EUR 
  • Jährliche Betriebskosten: 5.500 EUR 
  • Netto-Cashflow pro Jahr: 16.500 EUR 
  • Amortisation: 72.000 EUR / 16.500 EUR = ca. 4,4 Jahre 

Beispielrechnung 2: Werkswohnung für Unternehmen

  • Anschaffung Tiny House (uniCube®): 85.000 EUR netto 
  • Folgekosten Aufstellung: 15.000 EUR 
  • Gesamtinvestition: 100.000 EUR 
  • Monatliche Miete: 850 EUR (Inkl. Nebenkosten) 
  • Jährlicher Bruttoumsatz: 10.200 EUR 
  • Jährliche Betriebskosten: 2.000 EUR (geringer wegen Dauervermietung) 
  • Netto-Cashflow pro Jahr: 8.200 EUR 
  • Amortisation: 100.000 EUR / 8.200 EUR = ca. 12 Jahre (ohne Steueroptimierung) 

 

Bei Werkswohnungen ist die Amortisation länger, dafür ist der Cashflow planbarer und die Verwaltung deutlich einfacher als bei Ferienvermietung. Steuerliche Vorteile (siehe Kapitel 9) können die effektive Amortisationszeit deutlich verkürzen. 

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Beispielrechnung 3: Glamping-Erweiterung auf bestehendem Campingplatz

  • Anschaffung Tiny House: 20.000 EUR netto 
  • Folgekosten Aufstellung (Anschlüsse vorhanden): 6.000 EUR 
  • Gesamtinvestition: 26.000 EUR 
  • Jährlicher Bruttoumsatz: 18.000 EUR (Sommer-Saison) 
  • Jährliche Betriebskosten: 4.500 EUR 
  • Netto-Cashflow pro Jahr: 13.500 EUR 
  • Amortisation: 26.000 EUR / 13.500 EUR = ca. 1,9 Jahre 

Steuerliche Vorteile: IAB, AfA und Co.

Tiny Houses zur gewerblichen Vermietung bieten erhebliche steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem über den Investitionsabzugsbetrag (IAB) und die Sonder-AfA. 

Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach §7g EStG

Wer ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung plant, kann unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten bereits im Vorjahr steuerlich geltend machen. Bei einem geplanten Kauf von 60.000 Euro lassen sich also bis zu 30.000 Euro als IAB ansetzen – das senkt die Steuerlast im laufenden Jahr erheblich. 

Voraussetzungen für den IAB: 

  • Gewinngrenze: Der Betrieb muss bestimmte Größenmerkmale erfüllen (Gewinn unter 200.000 EUR oder bestimmte Bilanzwerte) 
  • Investitionsabsicht: Konkrete Kaufabsicht innerhalb der nächsten 3 Jahre 
  • Funktion: Das Tiny House muss zu mindestens 90 Prozent gewerblich genutzt werden 
  • Beleg: Schriftliche Dokumentation der Investitionsplanung

AfA (Abschreibung) nach §7 EStG

Tiny Houses werden als bewegliche Wirtschaftsgüter über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt für Tiny Houses je nach Bauart und Aufstellung bei 10 bis 25 Jahren. Bei 15 Jahren Abschreibungsdauer ergibt sich bei einem 60.000-EUR-Tiny-House eine jährliche AfA von 4.000 Euro – steuerlich abzugsfähig. 

Sonder-AfA für Vermietungen

Unter bestimmten Voraussetzungen ist zusätzlich eine Sonder-AfA von bis zu 20 Prozent möglich, verteilt auf das Anschaffungsjahr und die folgenden 4 Jahre. Das bedeutet bei einem 60.000-EUR-Tiny-House eine zusätzliche Abschreibungsmöglichkeit von 12.000 EUR, flexibel im 5-Jahres-Zeitraum nutzbar. 

Vorsteuerabzug

Wer das Tiny House gewerblich vermietet und umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielt, kann die Mehrwertsteuer auf die Anschaffung als Vorsteuer geltend machen. Bei einem Bruttopreis von 71.400 EUR (60.000 EUR netto + 19 Prozent USt) bedeutet das eine Vorsteuer-Erstattung von 11.400 EUR. 

Wichtiger Hinweis zur Steuerberatung

Die steuerlichen Aussagen in diesem Beitrag sind eine allgemeine Orientierung. Da die Anwendung der Steuermodelle stark von Ihrer individuellen Situation abhängt (Rechtsform, Gewinngröße, Betriebsmodell), empfehlen wir vor jeder Investitionsentscheidung das Gespräch mit Ihrem Steuerberater. 

Kaufen oder leasen? Finanzierungsoptionen

Für die Anschaffung eines Tiny Houses gibt es drei gängige Finanzierungsmodelle, die je nach steuerlicher Situation unterschiedlich vorteilhaft sind. 

Modell 

Geeignet für 

Steuerlicher Vorteil 

Kauf mit Eigenmitteln 

Hohe Liquidität, Steueroptimierung über IAB/AfA 

Maximale Abschreibungsoptionen 

Kauf mit Bankkredit 

Erweiterung bestehender Vermietungen 

Zinsen als Betriebsausgabe, AfA-Vorteile 

Leasing 

Flexibler Cashflow, keine Aktivierung 

Leasing-Raten als Betriebsausgabe 

Operate-Leasing 

Sehr flexibel, Rückgabemöglichkeit 

Volle Liquidität, kein Restwertrisiko 

 

NAWALO bietet alle drei Finanzierungsmodelle an und vermittelt bei Bedarf Kontakte zu spezialisierten Leasing-Banken. Bei einer reinen Kauffinanzierung profitiert man am stärksten von IAB und Sonder-AfA, während Leasing-Modelle besonders bei laufenden Cashflow-Optimierungen attraktiv sind. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Diese Fragen erreichen uns regelmäßig von gewerblichen Tiny-House-Interessenten. 

Die Lieferzeit beträgt 14 bis 16 Wochen ab Auftragsbestätigung. In dieser Zeit fertigen wir das Tiny House handwerklich in unserer Werkstatt. Bei Standard-Konfigurationen kann die Lieferzeit gelegentlich verkürzt werden, bei sehr individuellen Sonderausstattungen verlängert sich die Lieferzeit um 2 bis 4 Wochen. 

In den meisten Fällen ja, sobald das Tiny House dauerhaft an einem Standort betrieben wird. Die genaue Verfahrensart hängt von der Landesbauordnung und dem Aufstellungsort ab. Bei Campingplätzen und etablierten Glamping-Anlagen gelten oft vereinfachte Verfahren über die Camping-Verordnung. Bei festen Aufstellplätzen ist ein normaler Bauantrag erforderlich. Wir beraten Sie zu den konkreten Anforderungen in Ihrem Bundesland. 

Ja, NAWALOs Plug-and-Live-Konzept ist genau auf diese Flexibilität ausgelegt. Die Anschlüsse werden steckbar ausgeführt, sodass das Tiny House mit einem Kran auf einen Tieflader gesetzt oder mit einem Radlader an einen neuen Standort transportiert werden kann. 

Pflicht sind: Gebäudeversicherung, Inhaltsversicherung, Betriebshaftpflicht und Mietausfallschutz. Empfehlenswert sind außerdem eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter und gegebenenfalls eine Cyber-Versicherung bei digitalen Buchungssystemen. Die jährlichen Kosten liegen typischerweise bei 600 bis 1.000 Euro pro Tiny House. 

Die Belegungsrate hängt stark vom Standort, der Vermarktung und der Saisonalität ab. Realistisch sind 40 bis 70 Prozent der Jahresnächte, in Tourismus-Hotspots wie Ostsee, Schwarzwald oder Allgäu auch über 85 Prozent. NAWALOs Kunden berichten in den ersten zwei Betriebsjahren durchschnittlich 65 bis 75 Prozent Auslastung, ab Jahr drei oft 75 bis 80 Prozent durch positive Bewertungen und Stammgäste. 

Drei Hauptunterschiede: Erstens unsere B2B-Optimierung – alle unsere Tiny Houses sind speziell für gewerbliche Nutzung mit Hochfrequenz-Wechseln ausgelegt. Zweitens unsere Nachhaltigkeit – wir verwenden ausschließlich FSC-zertifiziertes Holz und bauen unsere Mietobjekte aus Holz. Drittens unser Plug-and-Live-Konzept – schlüsselfertige Lieferung mit allen Anschlüssen, Inbetriebnahme innerhalb weniger Stunden. 

Grundsätzlich ja, allerdings hat das steuerliche Konsequenzen. Für die volle Geltendmachung von IAB und Sonder-AfA muss das Tiny House zu mindestens 90 Prozent gewerblich genutzt werden. Bei gemischter Nutzung wird die Abschreibung anteilig gewährt. Wir empfehlen, das mit dem Steuerberater zu klären, bevor die Vermietung beginnt. 

Sie müssen ein Gewerbe anmelden (sofern noch nicht vorhanden), Einnahmen versteuern, Belegausgaben erstellen, gegebenenfalls Mehrwertsteuer abführen, Beherbergungssteuer in Großstädten zahlen und Meldescheine für Gäste führen. Bei privater Vermietung (Privatzimmervermietung im eigenen Haus) gelten zum Teil andere Regeln. Auch hier ist die Steuerberatung zu empfehlen. 

Fazit und nächste Schritte

Ein Tiny House zur gewerblichen Vermietung ist ein attraktives Investment mit Amortisationszeiten von 2 bis 6 Jahren und konkretem Cashflow ab dem ersten Betriebsjahr. 

Wer in ein NAWALO-Tiny-House investiert, profitiert von der B2B-optimierten Bauweise, der schlüsselfertigen Lieferung und der nachhaltigen Materialwahl. Die typische Gesamtinvestition zwischen 20.000 und 110.000 Euro generiert je nach Standort und Vermietungsmodell jährliche Netto-Cashflows von 8.000 bis 18.000 Euro – plus steuerliche Vorteile durch IAB, AfA und Vorsteuerabzug. 

NAWALO ist seit 2007 spezialisiert auf gewerbliche Naturwagen, Lodges und Tiny Houses. Unsere Erfahrung mit Campingplatzbetreibern, Hoteliers, Freizeitparks und gewerblichen Vermietern hilft Ihnen, das passende Modell für Ihr Investitionsziel zu finden. Wir liefern in der gesamten DACH-Region und bieten neben dem Verkauf auch umfassende Beratung zu Finanzierung, Genehmigung und Vermarktung. 

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Simon Kilimann
Geschäftsführer der NAWALO GmbH

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